Kursleiterin Waldbaden

Wie ich zum Waldbaden kam

Zertifizierte Kursleiterin Waldbaden – Achtsamkeit in der Natur

In meiner Kindheit gehörte der naheliegende Pfälzer Wald beim sonntäglichen Spaziergang zu jeder Jahreszeit einfach dazu. Ist er doch ein kostenloses Freizeitvergnügen, das viele Familien nutzen. Als Erwachsene spielte der Wald dann immer wieder eine mal mehr und mal weniger wichtige Rolle. Geblieben und deutlich spürbar ist die Gewissheit, nach dem Waldaufenthalt, geht es mir besser.

Inspirationen, Lösungen und Wohlbefinden

Eher unbewusst habe ich über die Jahrtausendwende zwei Jahrzehnte lang mit täglichen Spaziergängen am Feld- und Waldrand sowie in den Weinbergen der Deutschen Weinstraße meinen Stresspegel verringert und meiner Gesundheit Gutes getan. Mein jetziger Mann Martin und ich fanden während unserer zahlreichen Spaziergänge im Pfälzer Wald immer wieder bedeutende Lösungen für unser Privat- und Patchwork-Familienleben. Brainstorming im Wald brachte kreative Projektideen für unser beider Unternehmen. Heute sagt man dazu wohl Walk & Talk.  

Die Welt und ihre Wälder

Meine Tätigkeiten als Reisejournalistin und Buchautorin brachten mich in den vergangenen Jahren in viele unterschiedliche wie gleichzeitig faszinierende Wälder. Ob Korkeichenwald in Portugal, die beeindruckenden alten Buchenwälder in deutschen Nationalparks, bis hin zum Regenwald im Nationalpark Khao Sok im Süden Thailands oder dem Chitwan-Nationalpark in Nepal. Eine Übernachtung im Camp des montenegrinischen Nationalpark Biogradska Gora ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Traumhaft der klare Sternenhimmel, entschleunigend die Ruhe.

Bin ich ein Stadtmensch oder doch Naturfan?

Mit dem Umzug im Jahr 2018 in die thüringische Landeshauptstadt veränderte sich mein Umgang und der Bezug zum Wald. War er nun nicht mehr in kurzer Distanz täglich verfügbar. Dachte ich doch, ein Spaziergang im nahegelegenen Park kompensiert den Waldbesuch. Im Nachhinein betrachtet wird klar, so schön ein Stadtpark mit alten Bäumen auch sein mag, er ersetzt auf lange Sicht keinen Aufenthalt im Wald. Daher locken mich heute doch eher der Erfurter Steigerwald, der wunderbare Nationalpark Hainich und der vielfältige Thüringer Wald.

Meine persönliche Erkenntnis vom Stadtleben: Der Park ist ein kleiner Ersatz und je nach Baumbestand und Anlage natürlich gesünder, als durch die betonierten Innenstadt-Straßenzüge zu laufen. Trotzdem: Nur ein Wald ist ein Wald! Hinzu kommt: Selbst beim strammen, schnell arrangierten Spaziergang nach der Arbeit entsteht mit dem eingepackten Gedankenkarussell schon wieder Stress. Die Achtsamkeit und das mit allen Sinnen die Natur aufnehmen entfallen daher. Leider. 

Die Erkenntnis – Waldbaden  

Der Erwerb unseres spanischen Landhauses im spektakulären Valle de Ricote und der freie Blick direkt von der Terrasse auf die bewaldeten Hänge der Sierra de Ricote haben mir dann die Augen final geöffnet. Ich bin kein Stadtmensch, obwohl ich im Jahr 2018 unbedingt in die Stadt ziehen wollte. Schließlich hat jeder so seine Wünsche und Sehnsüchte. Meine lehrreiche Erkenntnis: Ich brauche zum Leben und Wohlfühlen die Wälder, die Aus- und Weitsicht sowie die Ruhe der Natur. So stand mein Entschluss spontan fest, dass Waldbaden und der Lehrgang zur zertifizierten Kursleiterin genau die richtigen Entscheidungen sind.

Lust auf Wald? Meine Angebote!

Ich freue mich deshalb sehr, als zertifizierte Kursleiterin Waldbaden mehrtägige Waldbaden- und Achtsamkeits-Retreats mit unterschiedlichen Schwerpunkten anzubieten. In den Wäldern Europas und aufgrund meiner Berufung als Reisejournalistin vielleicht sogar zukünftig weltweit. In der Kombination mit Qi Gong sehe ich eine Bereicherung im „einfach sein dürfen“. Dies bieten die wohltuenden Auszeiten im Kreise Gleichgesinnter. Retreat-Termine und Orte findest du in der Rubrik Termine.

Individuelle Buchungen sind selbstverständlich ebenso möglich, beispielsweise für Firmenveranstaltungen, im Rahmen von Incentives, oder auch privaten Feiern wie Geburtstag, Abschiedsfete oder FreundInnen-Urlaub. 

Der neue Luxus – Frische Luft atmen!

Warum gerade jetzt? Die Frage ist erlaubt und wichtig! Wir alle, die wir in unserer Kindheit und Jugend die Möglichkeit hatten, den Wald kennen- und lieben zu lernen, haben im Nachhinein einen Luxus erlebt, der für viele Erwachsene, aber auch Kinder und Jugendliche heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Genau hier helfen die unterschiedlichen Waldbaden-Angebote, wieder Kontakt zur Natur zu bekommen, präventiv im geschützten Raum die Wohltat des Waldes kennenzulernen und für das eigene Wohlbefinden zu nutzen.

Der Einstieg ist jederzeit und altersunabhängig möglich.

Was ist Waldbaden überhaupt?

Shinrin Yoku – zur Geschichte des Waldbadens: Waldbaden ist das absichtslose und achtsame Schlendern und Verweilen im Wald. Alle Sinne werden angesprochen und weit geöffnet. “Shinrin Yoku” ist japanisch und bedeutet soviel wie “Baden in der Waldluft”. Der Begriff wurde 1982 geprägt und wird in drei Schriftzeichen dargestellt, wörtlich übersetzt: 

Shin   drei Bäume – für großer Wald

rin       zwei Bäume – für kleiner Wald

Yoku   (links: fließendes Wasser / rechts ein Tal) für Ba-den

Wobei „Yoku“ neben der Bedeutung baden auch heilen meint. In Japan ist Waldbaden mittlerweile seit Jahrzehnten als Heilmethode etabliert, anerkannt und wissenschaftlich bestätigt.

Die Wirkung des Waldes beim Waldbaden

Das Ziel der unterschiedlichen, als präventiv angesehenen WALDBADEN-Angebote ist es, TeilnehmerInnen in die Entspannung und Regeneration zu bringen und sie den Wald als Kraftquelle wahrnehmen und erkennen zu lassen. Der Anblick eines Waldes hat auf uns oft etwas Beruhigendes. Er senkt zudem unseren Stresspegel, hebt die Stimmung und wirkt sich positiv auf die innere Balance aus.

Die besondere Wirkung des Waldes auf Körper, Geist und Seele ist ein Zusammenspiel von unterschiedlichsten Faktoren. Übergreifend bedeutet dies, das Immunsystem und die Psyche werden gestärkt, der Bewegungsapparat bleibt in Bewegung und durch den Stressabbau kommen Waldbadende zur Ruhe.

Waldluft und die Umgebung des Waldes fungieren dabei wie heilende Medizin zum Einatmen. Die Farben Grün und Braun wirken zudem beruhigend, was ihnen sogar den Einsatz in der medizinischen Farbtherapie garantiert. Grün soll dabei entzündungshemmend, harmonisierend und regenerierend wirken, während Braun mit seinem erdigen und naturverbundenen Charakter als Seelenstreichler gilt.

Während sich unsere Gelenke auf dem rückfedernden Waldboden wohlfühlen, profitiert auch der so oft geschundene und stark belastete Rücken.

Wer gereizt aus der von Lärm durchdrungenen Stadt in den ruhigen Wald geht, fühlt, wie der Wald den Lärm schluckt. Er wirkt wie ein mit Dämmmaterial ausgebautes Tonstudio, das die Reizüberflutung von außen reduziert. Die so gewonnene Ruhe ist wohltuend bei Kopfschmerzen, Augenproblemen, Tinnitus oder Konzentrationsmangel.

Im Sommer flüchten Hitzegeplagte gerne in den Wald, da die Baumkronen durch ihr Blätterdach und die Verdunstung eine angenehme Kühle verheißen. Die höhere Luftfeuchtigkeit sowie das gebrochene Licht und die dadurch geringere Lichtintensität wirken sich positiv aus.

Interesse geweckt?

Möchtest auch du den Wald achtsam erleben? Begleite mich gerne, ich lade dich herzlich dazu ein, hier mit zu lesen und zu kommentieren. Schon jetzt freue ich mich darauf, dich bei einer meiner Waldbaden-Auszeiten und -Retreats persönlich kennen zu lernen.

Weitere Informationen, Tipps und Termine sind auf der Homepage (Termine), und auf meiner Facebook Seite https://www.facebook.com/auszeit.waldbaden.petra.lupp/